Die Geschichte der Operette
  Home
  Porträt
  Vorstand
  Leitung
  Solisten
  Chor
  Orchester
 
Geschichte
  Aufführungen / Tickets
  Bildgalerie
  Links & Partner
  Sponsoren
  Kontakt / Anfahrtsplan

 
Benutzer

Passwort
Passwort vergessen?

Die auffälligsten Merkmale der Operette sind der heitere Charakter, der die Musik sowie die gesprochenen Dialoge prägt. Diese Form der Darbietung ist entstanden aus der komischen Oper, und schon seit dem 17. Jh. wurden mit Operette Bühnenwerke von kleinerem Umgang bezeichnet, die als Intermedien zwischen die einzelnen Akte einer Oper eingefügt wurden.

Im 18. Jh. wurde der Begriff Operette für deutsche Übersetzungen von italienischen Opere buffe und Intermezzi ebenso gebraucht wie für franz. Vaudevilles und Opéras-comiques. 1856 verwendete Jacques Offenbach erstmals die Bezeichnung Operette für eines seiner Werke: La rose de St-Fleur. Schon 1854 wurden in Paris in einem Theater genannt Folies-Concertants, frivol-spöttische Einakter aufgeführt. Daraufhin gründete Offenbach sein eigenes Theater, die Bouffes-Parisiens. Dessen Eröffnung am 5. Juli 1855 wird gemeinhin als Geburtsstunde der Operette bezeichnet.

Unkomplizierte musikalische Formen (Chansons, Couplets), volkstümliche Melodien und moderne Tänze wie Cancan, Fandango und Walzer prägten den Charakter dieser neuen Richtung und kamen dem Publikumswunsch nach 'leichter Unterhaltung' im Gegensatz zum hochkünstlerischen Musiktheater entgegen. Weitere Werke von Offenbach folgten (Orphée aux enfers; La belle Hélène), die weithin Vorbild wurden für die witzige, oft beissend ironische Darstellung der Auswüchse der Gesellschaft.

Auch Wien hatte bereits eine Tradition von Posse und Gesang. Zudem wurden die Werke von Offenbach rezipiert und an zwei Theatern in Wien gepflegt: dem Theater an der Wien und dem Carltheater. Die erste Wiener Operette stammt von Franz von Suppès (Das Pensionat; 1860) und war ebenfalls noch ein Einakter. Die Dreiakter als abendfüllende Werke folgten ab 1870. Die Hauptmerkmale der Wiener Gattung sind die typischen Wienermelodien, ausgedehnte mehrteilige Finali sowie eine dominierende Rolle des Balletts. Die Wiener Operette nimmt so die Stellung einer deutschen komischen Oper ein.

Diese relativ starren Formen wurden durchbrochen durch Franz von Lehár (Die lustige Witwe 1905; Paganini 1925; Das Land des Lächelns 1929), dem mit diesen Operetten der Anschluss an die zeitgenössischen Opernkompositionen gelang (Uraufführung der 'Giuditta' 1934 an der Staatsoper Wien).

Die wichtigsten Vertreter der Wiener Operette waren nach Lehár, L. Fall, R. Stolz und E. Kálmán, dessen Csàrdàsfürstin sowie seine Gräfin Mariza eine eigene Tradition des Ungarischen Operettenkolorits begründete.

Zum Schluss sind noch zu erwähnen die englische Operette ab 1880, mit dem erfolgreichsten Komponisten A. Sullivan (Trial by Jury; The Mikado), dessen Triumphe in Amerika Cohen, de Koven und Sousa beeinflusste. Daneben entwickelte sich ab 1920 eine neue Strömung, aus der dann das Musical hervorging.

Unser Verein hat sich der klassischen Operette verschrieben, deren Zauber das Publikum auch heute noch fesselt.


Zurück